von Shenjun Liu & Bachir Amroune
Chinesen sind dafür bekannt, dass sie praktisch alles verspeisen, was irgendwie nahrhaft ist. Doch ihre kulinarische Aufgeschlossenheit bedeutet nicht gleich Beliebigkeit. Denn was wann gegessen wird, ist den Prinzipien der chinesischen Philosophie, des Tao unterworfen. Gleichgewicht ist für das Tao das Wichtigste. Was das Essen angeht, müssen die Speisen immer so gewählt werden, dass eine mittlere Körpertemperatur von 36,8° gehalten wird. Im Winter stehen dementsprechend Nahrungsmittel auf dem Speiseplan, die nach dem Tao als “heiß” gelten,wie Litschis oder auch mal Hundefleisch. Im Sommer hingegen werden “kalte” Speisen bevorzugt, wie z.B. Bohnensuppe. Die Chinesin Jiaqi ist leidenschaftliche Köchin. Wir durften sie begleiten.